Die naheliegende Frage nach dem Wachstum
Wer ein Unternehmen über Jahre erfolgreich führt, wird irgendwann gefragt, wann das Team größer wird. Mehr Aufträge, mehr Anfragen, mehr Kapazität, die Logik dahinter ist nachvollziehbar. Bei uns führt dieselbe Logik zu einer anderen Antwort, weil wir nicht danach fragen, wie wir mehr Projekte gleichzeitig stemmen können, sondern wie wir jedes einzelne Projekt so gut wie möglich machen.
Was sich zwangsläufig ändert, sobald ein Team wächst
Mit mehr Menschen im Team wächst zwangsläufig auch die Zahl der Übergaben: von der Planung an den Dreh, vom Dreh an den Schnitt, vom Schnitt an die Freigabe. Jede dieser Übergaben kostet etwas, selten viel auf einmal, aber in der Summe geht dabei Kontext verloren, den die Person am Anfang der Kette hatte und die Person am Ende nicht mehr. Genau das ist der Grund, warum größere Produktionen oft unpersönlicher wirken, nicht, weil die einzelnen Menschen dort schlechter arbeiten, sondern weil das System mehr Reibung erzeugt.
Jede Übergabe kostet etwas. Bei zwei Personen gibt es davon so wenige wie möglich.
Wie wir trotzdem mit Auslastungsspitzen umgehen
Statt bei vollem Kalender zusätzliche Leute ins Projekt zu holen, gehen wir den umgekehrten Weg: Wir nehmen weniger Projekte parallel an, dafür jedes mit ausreichend Puffer. Anfragen, die zeitlich nicht mehr sauber in den Kalender passen, verschieben wir lieber auf einen späteren Termin, als sie unter Zeitdruck an Dritte weiterzugeben. Das kostet uns kurzfristig Aufträge, hält aber die Zusage ein, die wir jedem Kunden von Anfang an machen: Konzept, Dreh und Schnitt bleiben bei uns beiden, nicht bei wechselnden Subunternehmern.
Was passiert, wenn einer von uns ausfällt
Diese Frage bekommen wir gelegentlich, meist vorsichtig formuliert, und sie ist berechtigt. Unsere ehrliche Antwort: Bei einem kurzfristigen Ausfall verschieben wir, wo immer möglich, statt das Projekt an jemand Fremdes weiterzureichen, genau das würde ja den Grund infrage stellen, warum Kunden überhaupt zu uns kommen. Weil beide von uns Konzept, Dreh und Schnitt gleichermaßen beherrschen, lässt sich ein einzelner Ausfall im Zweifel auffangen, ohne dass ein Projekt in fremde Hände wandert. Ein Restrisiko bleibt, wie bei jedem kleinen Unternehmen, aber es ist kein Grund, den wir einfach ignorieren.
Was wir dafür bewusst in Kauf nehmen
Zu zweit zu bleiben bedeutet auch, dass wir nicht jedes Projekt annehmen können, das bei uns anfragt. Es gibt Wochen, in denen wir Anfragen absagen oder auf später verschieben müssen, weil der Kalender schlicht voll ist. Das ist unbequem, gerade am Anfang eines Gesprächs mit jemandem, den wir eigentlich gerne unterstützen würden. Aber die Alternative, mehr anzunehmen, als wir mit der gleichen Sorgfalt bearbeiten können, würde genau das aufs Spiel setzen, weshalb Kunden überhaupt zu uns kommen.
Was das für Sie als Kunde bedeutet
Wenn Sie mit uns sprechen, sprechen Sie nicht mit einem Vertrieb, der ein Projekt an ein Produktionsteam weiterreicht. Sie sprechen von Anfang an mit den Personen, die tatsächlich filmen, schneiden und am Ende auch für das Ergebnis geradestehen. Das ist der eigentliche Grund, warum wir zu zweit geblieben sind, nicht aus Zufall, sondern als bewusste Entscheidung gegen ein bestimmtes Wachstum und für eine bestimmte Art zu arbeiten.


