Warum die HR-Perspektive auf Kosten anders tickt
Marketing-Budgets werden oft in Kampagnen gedacht, HR-Budgets eher in Kosten pro Einstellung. Das verändert die Frage: Es geht seltener um "was kostet ein Video", sondern eher um "was kostet es im Vergleich zu einer unbesetzten Stelle über mehrere Monate". Diese Rechnung fällt in der Praxis fast immer zugunsten des Videos aus, sobald man die Kosten einer langen Vakanz ehrlich mitrechnet, auch wenn sie auf keiner Rechnung als Position auftaucht.
Ein Kostenpunkt, der selten mit eingeplant wird
Neben Dreh und Schnitt gibt es bei Recruiting-Videos einen organisatorischen Aufwand, der in der ersten Kalkulation oft fehlt: die interne Abstimmung. Mitarbeitende müssen gefragt werden, ob sie mitmachen möchten, Einverständniserklärungen für die Nutzung ihres Bildes müssen eingeholt werden, und je nach Betriebsgröße ist auch der Betriebsrat einzubeziehen. Das kostet kein zusätzliches Honorar an uns, aber Zeit im Haus, die realistisch in die Projektplanung gehört, am besten schon vor dem ersten Drehtermin.
Was den Aufwand bei Recruiting-Videos bestimmt
Anders als beim Imagefilm steht beim Recruiting-Video meistens der Mensch im Mittelpunkt, nicht das Produkt oder das Gebäude. Das bedeutet: Mitarbeitende müssen vor der Kamera erzählen können, was ihnen an der Arbeit gefällt, und genau das braucht Vorbereitung. Kurze Interviews, die trotzdem echt wirken sollen, sind aufwendiger zu planen, als sie am Ende aussehen. Dazu kommt häufig mehr als ein Drehort, weil verschiedene Abteilungen oder Standorte gezeigt werden sollen.
Als grobe Orientierung bewegen sich unsere Recruiting-Videos meist zwischen 3.500 € und 10.000 €, je nach Anzahl der Interviews, Drehorte und Postproduktionsaufwand.
Die eigentliche Frage ist selten, was ein Video kostet, sondern was eine unbesetzte Stelle über Monate kostet.
Kleinere Formate als Einstieg
Nicht jedes Unternehmen braucht sofort ein großes Recruiting-Video mit mehreren Interviews und Abteilungen. Oft ist ein kompaktes, fokussiertes Format der bessere erste Schritt: ein einzelner Erfahrungsbericht, eine kurze Werksführung, ein Clip, der zeigt statt erzählt. Das senkt den Einstiegsaufwand deutlich und liefert trotzdem verwertbares Material für Stellenanzeigen, Karriereseite und Social Media.
Am unteren Ende der Preisspanne steht meistens genau dieses kompakte Format: ein Drehtag, ein bis zwei Interviews, ein Drehort. Am oberen Ende stehen Projekte mit mehreren Abteilungen oder Standorten, entsprechend mehr Interviews und einem Schnitt, der die einzelnen Stimmen zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenführt. Zwischen beiden Enden entscheidet vor allem die Anzahl der Menschen, die zu Wort kommen sollen, und wie viele unterschiedliche Orte dafür nötig sind.
Was sich langfristig auszahlt
Recruiting-Videos verlieren, anders als eine einzelne Kampagne, ihren Wert nicht nach ein paar Wochen. Ein gutes Video läuft über Jahre auf der Karriereseite mit, wird bei jeder neuen Stellenausschreibung wiederverwendet und muss nicht für jede offene Position neu gedreht werden. Damit relativiert sich der anfängliche Aufwand über die Zeit erheblich, ein Faktor, der in der ersten Kostenfrage oft übersehen wird.
Mehr zum Format: unsere Recruitingvideos im Überblick.


