Vorher: Der Teaser, den die wenigsten nutzen

In der Vorbereitung auf eine Messe geht fast die gesamte Energie in Standbau, Logistik und Personal. Die Vorankündigung, dass man überhaupt vor Ort sein wird, bleibt dabei oft ein einzelner Social-Media-Post. Ein kurzer Teaser, der zeigt, was Besucher am Stand erwartet, kostet wenig Aufwand im Vergleich zum restlichen Messebudget, sorgt aber dafür, dass am eigenen Stand nicht nur Zufallslaufkundschaft ankommt, sondern Menschen, die gezielt vorbeikommen wollten.

Ein guter Teaser muss dabei nicht neu produziert werden. Oft reicht Material aus einem früheren Dreh, kombiniert mit ein paar aktuellen Aufnahmen vom Standaufbau oder dem, was in diesem Jahr neu gezeigt wird. Wichtig ist weniger die Perfektion als der Zeitpunkt: Zwei bis drei Wochen vor der Messe veröffentlicht, erreicht der Teaser Besucher noch während sie ihre Standrundgänge planen.

Während: Was live wirklich gebraucht wird

Auf der Messe selbst lohnt sich Bewegtbild vor allem dort, wo Erklärung sonst viel Zeit kostet, an Produktdemonstrationen, an technischen Abläufen, die sich in Bewegung leichter verstehen lassen als am Prospekt. Ein Bildschirm am Stand, der ein kurzes, klares Produktvideo in Dauerschleife zeigt, entlastet das Standpersonal spürbar, weil die Grundinformation schon läuft, bevor das erste Gespräch überhaupt beginnt.

Wichtig ist dabei die Länge: Ein Loop von 60 bis 90 Sekunden funktioniert am Stand besser als ein langer Imagefilm, weil Besucher selten von Anfang bis Ende stehen bleiben. Wer in Schleifen mit klaren Kapiteln denkt, statt einen einzigen langen Film zu zeigen, gibt auch spät dazukommenden Besuchern die Chance, den für sie relevanten Teil noch mitzubekommen.

Ein Video am Stand erklärt schon, bevor das erste Gespräch überhaupt beginnt.

Danach: Die Phase, die am häufigsten übersehen wird

Die Zeit direkt nach der Messe ist für viele Betriebe die am wenigsten genutzte. Die gesammelten Kontakte bekommen selten mehr als eine Standard-Mail, dabei ist genau dieser Moment ideal für einen Recap-Clip, der noch einmal an den eigenen Stand erinnert, während die Messe bei den Kontakten selbst noch frisch im Gedächtnis ist. Wer hier ein kurzes Video nachschickt, hebt sich spürbar von der üblichen Nachfass-Mail ab.

Anders als der Teaser vorher darf der Recap-Clip auf das eingehen, was tatsächlich passiert ist: gut besuchte Momente am Stand, Reaktionen auf ein neues Produkt, kurze Ausschnitte aus Gesprächen. Genau dieser Rückblick-Charakter macht den Unterschied zu einer reinen Werbebotschaft und funktioniert deshalb auch als organischer Social-Media-Beitrag deutlich besser.

Warum die drei Phasen zusammengedacht werden sollten

Der größte Hebel liegt selten in einer einzelnen, aufwendigen Produktion, sondern darin, alle drei Phasen von Anfang an mitzuplanen und aus einem gemeinsamen Dreh zu bedienen. Das reduziert den Gesamtaufwand gegenüber drei getrennten Projekten erheblich und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Messeauftritt nicht mit dem letzten Messetag endet, sondern noch Wochen danach weiterwirkt.

In der Praxis bedeutet das: Wir drehen Teaser-Material meistens schon Wochen vor der eigentlichen Messe, oft beim Standaufbau selbst, und planen den eigentlichen Messetag so, dass genug Material für den späteren Recap entsteht, ohne dass dafür ein zweiter Termin nötig wird. Aus einem gut geplanten Gesamtpaket entstehen so drei Videos zum Preis einer einzelnen Produktion.

Mehr zum Format: unsere Messevideos im Überblick.