Warum es keinen Festpreis "für einen Imagefilm" gibt
Wer nach dem Preis für einen Imagefilm sucht, findet selten eine klare Zahl, und das hat einen Grund: Ein Imagefilm ist kein Produkt von der Stange, sondern das Ergebnis mehrerer Entscheidungen, die den Aufwand jedes Mal neu bestimmen. Wie viele Motive werden gezeigt, an wie vielen Orten wird gedreht, wie aufwendig ist die Nachbearbeitung, wird eine Drohne gebraucht, wird vertont oder mit Musik unterlegt. Zwei Imagefilme können nach außen ähnlich wirken und trotzdem einen sehr unterschiedlichen Aufwand dahinter haben.
Als grobe Orientierung: Die meisten unserer Imagefilme bewegen sich zwischen 3.500 € und 10.000 €, abhängig genau von den Faktoren oben. Für eine Zahl, die zu Ihrem konkreten Projekt passt, lohnt sich das kostenlose Erstgespräch mehr als jede Pauschalangabe.
Die drei Kostenblöcke, die wirklich zählen
Am Ende lässt sich fast jeder Imagefilm auf drei Blöcke herunterbrechen. Vorproduktion: Konzept, Planung, Absprachen, Location-Organisation. Dreh: Personal vor und hinter der Kamera, Technik, Zeit vor Ort. Postproduktion: Schnitt, Farbkorrektur, Ton, Musik, Korrekturschleifen. In unserer Erfahrung unterschätzen Kunden fast immer denselben Block, die Postproduktion, weil sie am wenigsten sichtbar ist. Dabei steckt hier oft mehr Zeit als im eigentlichen Dreh.
Der sichtbarste Teil eines Imagefilms, der Dreh, ist selten der teuerste. Teuer wird das, was danach passiert, unsichtbar am Schnittplatz.
Was den Preis wirklich nach oben treibt
Drei Dinge machen einen Imagefilm überdurchschnittlich aufwendig: mehrere Drehorte an unterschiedlichen Tagen, viele beteiligte Personen, die koordiniert werden müssen, und eine hohe Anzahl an Korrekturschleifen, weil intern noch keine klare Vorstellung vom Endergebnis besteht. Der letzte Punkt lässt sich am einfachsten selbst beeinflussen: Je klarer das Briefing zu Beginn, desto weniger Nacharbeit am Ende, und genau das wirkt sich am direktesten auf den Preis aus.
Was am unteren und am oberen Ende dieser Spanne steckt
Am unteren Ende der Spanne steht meistens ein Projekt mit einem Drehort, einem Drehtag und einem kompakten Team vor der Kamera, oft aus den eigenen Reihen. Die Nachbearbeitung bleibt fokussiert: ein sauberer Schnitt, Farbkorrektur, lizenzierte Musik, keine aufwendige Animation. Das reicht für einen Film, der klar zeigt, wer ein Unternehmen ist, ohne jedes Detail auszureizen.
Am oberen Ende kommen meistens mehrere Drehtage an unterschiedlichen Orten dazu, größere Teams, eine Drohne für Luftaufnahmen, aufwendigere Vertonung oder eine eigens komponierte Musik statt Stockmusik. Auch mehrere Sprachversionen oder unterschiedliche Formate für verschiedene Kanäle treiben den Aufwand in diese Richtung. Keines dieser Elemente ist automatisch notwendig, sie lohnen sich dort, wo der Film entsprechend lange und breit eingesetzt wird.
Was im Preis meistens nicht enthalten ist
Ein Punkt wird in Anfragen häufig übersehen: Nutzungsrechte. Ein Imagefilm, der ausschließlich auf der eigenen Website läuft, braucht andere Rechte als ein Film, der zusätzlich als bezahlte Werbung auf Social Media oder im Fernsehen läuft. Auch Musiklizenzen unterscheiden sich stark im Preis, je nachdem, wo und wie lange ein Stück eingesetzt werden soll. Wer diese Fragen schon im Erstgespräch klärt, vermeidet spätere Überraschungen im Angebot.
Wie man den eigenen Rahmen realistisch einschätzt
Statt nach einer pauschalen Zahl zu suchen, hilft eine andere Frage weiter: Wofür wird der Film eingesetzt, und wie lange soll er gültig bleiben? Ein Imagefilm für die Website, der über Jahre stehen soll, rechtfertigt einen anderen Aufwand als ein Clip für eine einzelne Kampagne. Diese Einordnung ist meistens der schnellste Weg zu einer realistischen Hausnummer, noch bevor ein einzelnes Angebot eingeholt wurde.


